Auswertungen
Die Auswertungen rechnen nichts Neues aus - sie stellen zusammen, was in den anderen Bereichen ohnehin steht, und beantworten damit die Fragen, die am Jahresende kommen: Wer bekommt wie viel? Wohin geht das Geld? Wer war eigentlich da? Und welche Songs spielen wir wirklich?
Welche Auswertungen jemand sieht und in welcher Reihenfolge, entscheidet er selbst - über das Stift-Zeichen oben rechts, genau wie bei den Bausteinen der Übersicht. Was jemand gar nicht sehen darf, steht dort erst gar nicht zur Wahl.
Das Recht kommt dazu, nicht an die Stelle
Eine Auswertung zeigt fremde Daten in neuer Form. Deshalb gilt hier eine Regel, die leicht zu übersehen und schwer zurückzuholen ist: Jede Auswertung sagt, aus welchem Bereich ihre Zahlen stammen, und erscheint nur denen, die diesen Bereich lesen dürfen. Wer die Finanzen nicht sehen darf, bekommt die Auszahlungen auch hier nicht zu sehen - und zwar nicht ausgegraut, sondern gar nicht.
Der Bereich Auswertungen selbst ist ein eigenes Modul: Eure Band kann ihn in den Bandeinstellungen ganz abschalten, und die Rechtevergabe kennt ihn als eigenen Punkt. Dieses Recht ist aber nur die Tür. Wer sie aufmachen darf, sieht dahinter trotzdem nur die Auswertungen, deren Quellbereich ihm offensteht - es kann also durchaus sein, dass jemand die Auswertungen öffnen darf und dort nur zwei von vier vorfindet.
Unter den Reitern steht deshalb immer, aus welchen Bereichen die Zahlen der gerade gewählten Auswertung kommen.
Auszahlungen: Gage und Auslagen getrennt
Die Tabelle zeigt je Mitglied, was ihm im gewählten Zeitraum gutgeschrieben wurde - getrennt nach Gage und nach erstatteten Auslagen wie Fahrtkosten, Kabeln oder Plakaten -, was davon schon ausgezahlt wurde und was noch offensteht.
Die Trennung kommt nicht aus dem Buchungstext, sondern aus der Buchung selbst: Beides läuft über dasselbe Mitgliedskonto, aber die Ausschüttung einer Show über das Konto Ausschüttung, eine Auslage über das jeweilige Aufwandskonto (Fahrt & Transport, Equipment, Marketing …). Eine Buchung mit dem Vermerk Fahrtkosten, die in Wahrheit eine Ausschüttung ist, steht deshalb trotzdem unter Gage - was gebucht wurde, zählt, nicht was danebensteht.
Die Kilometerpauschale steht in einem eigenen Kasten darunter und nicht in den Spalten. Sie wird ausgerechnet, aber nicht gebucht; in derselben Zeile wie die gebuchten Beträge sähe sie aus wie einer von ihnen. Wer seine Fahrtkosten tatsächlich als Auslage bucht, findet sie oben bei den Auslagen wieder - sonst stünde sie zweimal da.
Die Spalte Offen zeigt den heutigen Stand des Mitgliedskontos über die ganze Bandgeschichte, nicht nur über den gewählten Zeitraum. Das ist Absicht: Was jemandem noch zusteht, hört nicht am Jahreswechsel auf.
Kosten: der Kontenrahmen ist die Einteilung
Wohin das Geld geht, steht nach Konten gruppiert da: Equipment, Dienstleister, Fahrt & Transport, Proberaum, Marketing, Gebühren, Abos, Wareneinsatz, Sonstiges. Eine zweite, eigene Einteilung daneben gibt es bewusst nicht - der Kontenrahmen ist bereits die Gruppierung, und zwei Einteilungen hieße, dieselbe Ausgabe an zwei Stellen verschieden einzusortieren.
Was ihr an die Mitglieder ausschüttet, steht hier nicht dabei. Es ist kein Kostenpunkt, sondern der Teil der Einnahme, der weitergereicht wird - er steht in den Auszahlungen.
Ein Klick auf einen Kontonamen führt ins Kontoblatt, wo die einzelnen Buchungen dahinter stehen.
Anwesenheit: Schweigen ist keine Absage
Die Tabelle zählt je Mitglied, wie oft es zugesagt, nur-wenn-nötig geantwortet, abgesagt oder gar nicht geantwortet hat - in vier getrennten Spalten. Das ist der wichtigste Punkt dieser Auswertung: Wer nichts angeklickt hat, hat nicht abgesagt, und eine Tabelle, die beides zusammenzählt, stellt Leute falsch dar.
Gezählt werden Proben und bestätigte Auftritte. Beim Auftritt zählen die Antworten zum bestätigten Termin, nicht die zu Terminvorschlägen, die am Ende verworfen wurden - die sagen etwas über Kalender, nicht über Anwesenheit. Ein Auftritt ohne bestätigten Termin kommt gar nicht vor.
Sonstige Termine und Abwesenheiten haben keine Verfügbarkeitsabfrage und stehen deshalb nicht in der Tabelle.
Die Zusagequote teilt durch alle Termine, nicht durch die beantworteten - sonst machte eine einzige Zusage bei zwölf Terminen eine Quote von 100 Prozent. Filtern lässt sich nach Zeitraum, nach Terminart und nach Person.
Songkatalog: was gespielt hier heißt
Gespielt heißt: Der Song stand auf der Setlist eines bestätigten Auftritts, dessen Termin vorbei ist, und war dort nicht zurückgestellt. Je Auftritt zählt er einmal, auch wenn er als Zugabe ein zweites Mal im Ablauf steht.
Nicht mitgezählt werden Entwürfe ohne Auftritt, Setlisten von Proben, abgesagte Auftritte und solche, die noch bevorstehen. Eine Setlist ist eben nicht dasselbe wie ein Abend.
Daneben steht die zweite Zahl: auf wie vielen Setlisten der Song überhaupt steht, Entwürfe eingeschlossen. Sie sagt, wie gut er eingeplant ist - nicht, wie oft er auf der Bühne war. Beide Zahlen stehen auch am Song selbst, oben auf seiner Seite, zusammen mit dem Datum des letzten Mals.
Diese Auswertung kennt keinen Zeitraum: Die Frage gilt dem Repertoire, nicht dem Quartal.
Schritt für Schritt
- Auswertungen öffnen - der Punkt steht in der Navigation bei den Finanzen.
- Oben den Reiter wählen: Auszahlungen, Kosten, Anwesenheit oder Songs.
- Jahr und, wenn gewünscht, Quartal einstellen - die Wahl bleibt im Link erhalten und lässt sich so weitergeben.
- In der Anwesenheit nach Terminart und Person filtern; im Songkatalog zwischen nach gespielt und nach Titel umschalten.
- Über das Stift-Zeichen oben rechts Auswertungen ausblenden oder ihre Reihenfolge ändern - das gilt nur für einen selbst.
Anwendungsfälle
- Am Jahresende sagen können, wer wie viel Gage bekommen hat und was davon reine Auslagenerstattung war.
- Vor dem Gespräch mit dem Steuerbüro sehen, wie viel in welchem Kostenblock steckt.
- Beim Planen der nächsten Probentermine nachsehen, wer zuletzt oft gar nicht geantwortet hat - und nachfragen statt annehmen.
- Vor dem Zusammenstellen einer Setlist sehen, welche Songs seit zwei Jahren nicht mehr gespielt wurden.
- Einem neuen Mitglied zeigen, welche Stücke wirklich zum Standardprogramm gehören.