Tech Rider
Ein Tech Rider sagt dem Veranstalter, was die Band auf der Bühne braucht: welche Kanäle ans Pult gehen, wer wo steht, welche Monitore, welche Backline, wie viel Strom. Meist entsteht er einmal in einem Textprogramm, wird als PDF verschickt und danach nie wieder angefasst - bis der Bassist wechselt und die Channel-Liste stillschweigend falsch ist.
Hier ist der Rider ein Dokument aus Blöcken, gebaut im selben Baukasten wie die Bandseite, nur im Format DIN A4: Deckblatt, Channel-Liste, Bühnenplan, Monitoring, Besetzung, Backline, PA, Strom, Licht, Text, Bild, Seitenumbruch. Jeder Block hat rechts seine Felder, das Blatt in der Mitte zeigt, wie es gedruckt aussieht, und ein Klick macht daraus ein PDF.
Eine Band hat selten nur eine Besetzung - deshalb gibt es mehrere Rider je Band: „Volle Besetzung“, „Duo akustisch“, „Festival-Fassung“. Ein Rider lässt sich duplizieren und dann anpassen, statt ihn ein zweites Mal von vorn zu bauen. Auf der Bandseite zeigt der Tech-Rider-Block einen davon - samt Link auf das PDF, damit ein Veranstalter ihn ohne Anmeldung holen kann.


Der Bühnenplan
Der Bühnenplan ist eine Bühne von oben, mit Publikum unten und einem Meterraster. Aus einer Palette kommen die Dinge darauf: Personen, Gesangsmikros, Schlagzeug, Keyboard, Amps, Wedges und In-Ears, DI-Boxen, Stromanschlüsse, XLR-Anschlüsse mit Kanalnummer, Podeste, Stative, Tische. Jedes Ding lässt sich mit der Maus verschieben, drehen, vergrößern und beschriften - eine Person bekommt ihren Namen, ein Stromanschluss „16 A“, ein XLR-Anschluss seine Nummer aus der Channel-Liste.
Die Bühnenmaße stehen am Plan (Breite und Tiefe in Metern), das Raster passt sich an. Ein Ding liegt in Prozent der Bühne, nicht in Pixeln: derselbe Plan sieht im Baukasten, auf der Bandseite und im PDF gleich aus, egal wie groß er gezeichnet wird.
Der Editor öffnet sich aus dem Block heraus in einem eigenen, großen Fenster - die Seitenleiste des Baukastens ist zu schmal für eine Bühne. „Fertig“ schließt es wieder; was darin geändert wurde, steht sofort auf dem Blatt.
Channel-Liste, Monitoring, Besetzung
Die Channel-Liste ist eine Tabelle: Kanal, Quelle, vorgeschlagenes Mikrofon oder DI, Stativ, Phantomspeisung, Bemerkung. Die Kanalnummer darf leer bleiben - dann wird fortlaufend gezählt, und eine eingefügte Zeile verschiebt die Nummern von selbst. Wer feste Nummern will (etwa für ein Stereopaar „5/6“), trägt sie ein.
Monitoring listet die Mixe: wer welchen Weg bekommt, ob Wedge, In-Ear, Sidefill oder Drumfill, und was darauf sein soll. Die Besetzung belegt sich beim Hineinziehen mit den aktiven Mitgliedern aus dem Bandbereich vor - Name und Instrument -, lässt sich danach aber frei ändern: der Rider für das Duo nennt nur zwei.
Backline, PA, Strom, Licht
Backline ist die Liste dessen, was auf der Bühne stehen muss, mit einer Spalte, wer es stellt - Band oder Veranstalter. PA & FOH, Strom und Licht sind je eine Liste aus Beschriftung und Wert („FOH-Pult: digital, mindestens 24 Eingänge“, „Bühne links: 1 × Schuko 16 A“), mit einem Absatz davor für alles, was sich nicht in eine Zeile fügt. Alle drei kommen mit einer sinnvollen Vorbelegung, die sich ändern oder löschen lässt.
Blatt, Fußzeile und PDF
Das Blatt ist DIN A4, auch im Baukasten: was dort nicht auf die Breite passt, passt auch nicht aufs Papier. Ein Seitenumbruch-Block erzwingt eine neue Seite - etwa, damit der Bühnenplan nicht unten anfängt. Alles Übrige bricht das PDF von selbst um.
Unter „Dokument“ (wenn kein Block ausgewählt ist) stehen die Angaben für das ganze Blatt: eine Fußzeile, die auf jeder Seite steht, Seitenzahlen und wahlweise eine Unterschriftenzeile am Ende - für Veranstalter, die den Rider gegenzeichnen.
„PDF“ in der Kopfzeile des Baukastens und in der Übersicht öffnet den zuletzt gespeicherten Stand als Datei. Der Dateiname enthält Band und Rider, damit er im Postfach eines Veranstalters zwischen anderen Ridern zu finden ist. Bilder, die im Rider stehen (Logo, Foto), zählen wie jedes hochgeladene Bild gegen das Speicherkontingent der Band.
Auf der Bandseite
Im Website-Baukasten gibt es den Block „Tech Rider“: er zeigt einen der Rider der Band als Blatt auf der Seite und darüber einen Link auf das PDF. Welcher Rider, wird am Block gewählt.
Dieser Block ist zugleich die Freigabe. Ein Rider ist für sich nicht öffentlich - erst wenn er auf einer veröffentlichten Seite steht, lässt sich sein PDF ohne Anmeldung öffnen. Wer den Block wieder entfernt oder die Bandseite offline nimmt, nimmt damit auch das PDF vom Netz.
Schritt für Schritt
- Einen Rider anlegen und benennen - je Besetzung einen. Er kommt mit Deckblatt, Channel-Liste, Bühnenplan und Monitoring als leeren Blöcken.
- Das Deckblatt ausfüllen: Stand, Ansprechpartner für die Technik mit Telefonnummer, wahlweise ein Logo.
- Die Channel-Liste Zeile für Zeile befüllen - Quelle, Mikrofon oder DI, Stativ, Phantomspeisung.
- Im Bühnenplan-Block „Bühnenplan bearbeiten“ öffnen, Bühnenmaße eintragen, Personen und Backline aus der Palette setzen, Monitore und Anschlüsse dazu.
- Weitere Blöcke aus der linken Spalte hineinziehen: Besetzung, Backline, PA & FOH, Strom, Licht, Text, Bild - und einen Seitenumbruch, wo eine neue Seite beginnen soll.
- Unter „Dokument“ die Fußzeile setzen und Seitenzahlen einschalten. Speichern.
- „PDF“ öffnen und prüfen, wie es gedruckt aussieht.
- Für eine zweite Besetzung den Rider duplizieren und anpassen, statt neu zu bauen.
- Auf der Bandseite den Block „Tech Rider“ einfügen und den Rider wählen - erst dann ist das PDF ohne Anmeldung erreichbar.
Anwendungsfälle
- Einem Veranstalter den aktuellen Rider als PDF schicken, statt eine drei Jahre alte Datei aus dem Mailanhang zu suchen.
- Nach einem Wechsel am Bass die Channel-Liste ändern und wissen, dass Bühnenplan und PDF denselben Stand haben.
- Für Club, Festival und Akustik-Duo je einen Rider halten, alle aus derselben Vorlage dupliziert.
- Den Rider auf die Bandseite stellen, damit ein Techniker ihn sich vor dem Soundcheck selbst holt.
- Den Bühnenplan dem Techniker vor Ort auf dem Telefon zeigen - dieselbe Zeichnung wie im PDF.
Die Blöcke im Einzelnen
- Deckblatt
- Titel, Bandname, Stand, Ansprechpartner für die Technik mit Telefon und E-Mail, wahlweise ein Logo.
- Text
- Eine Überschrift und ein Absatz - für alles, was sich nicht in eine Tabelle fügt: Begrüßung, Hinweise zum Aufbau, Sonderwünsche.
- Channel-Liste
- Kanal, Quelle, Mikrofon oder DI, Stativ, Phantomspeisung, Bemerkung. Leere Kanalnummern werden fortlaufend gezählt.
- Bühnenplan
- Die Bühne von oben mit Personen, Backline, Monitoren und Anschlüssen - im eigenen Editor gesetzt, im PDF als Zeichnung.
- Monitoring
- Die Monitorwege: wer, welche Art (Wedge, In-Ear, Sidefill, Drumfill), was darauf sein soll.
- Besetzung
- Name und Instrument je Person - beim Hineinziehen mit der Besetzung aus dem Bandbereich vorbelegt.
- Backline
- Was auf der Bühne stehen muss, mit Anzahl und der Spalte, wer es stellt: Band oder Veranstalter.
- PA & FOH
- Anforderungen an Beschallung und Pult als Liste aus Beschriftung und Wert.
- Strom
- Wo wie viele Stromanschlüsse gebraucht werden - je Bühnenseite eine Zeile.
- Licht
- Wünsche ans Licht: Grundlicht, Farben, Hazer, eigene Lichtanlage.
- Bild
- Ein hochgeladenes Foto in voller oder halber Breite, etwa vom Aufbau.
- Seitenumbruch
- Erzwingt im PDF eine neue Seite an genau dieser Stelle.